Kategorie: Tagebuch

  • Hévíz und der strategische Stopover in Budapest

    Hévíz und der strategische Stopover in Budapest

    In Hévíz habe ich fünf Tage lang die touristischen Möglichkeiten erkundet und dabei ein tiefgehendes Bild vor Ort gewonnen. Die Kur ist zweifellos lohnenswert; Hévíz geniesst bei den Schweizern zurecht einen exzellenten Ruf, was nicht zuletzt an den hervorragenden medizinischen Leistungen liegt.

    Während die Anreise per Zug über Zürich und Keszthely eine komfortable und für Senioren über 65 in Ungarn sogar kostenlose Alternative darstellt – oder man den etwas anstrengenderen Bus ab Wien wählt –, offenbart sich der wahre Zusatznutzen der Reise erst durch den Aufenthalt in Budapest.

    Budapest ist mehr als nur ein logistischer Knotenpunkt; als Stadt mit der weltweit höchsten Dichte an Kurbädern bietet sie die ideale Erweiterung zur Heilkraft von Hévíz. Neben dem beeindruckenden Kulturangebot liegt der besondere Wert dieses Stopovers für mich in der Chance, direkte Fachgespräche mit den Direktionen großer Hotelketten zu führen. Diese Vernetzung vor Ort ist essenziell, um die Synergien zwischen Wellness und Hotellerie besser zu verstehen.

    Wenn ich von meiner Reise aus Albena zurückkehre, werde ich diesen Zwischenstopp nutzen, um Budapest noch präziser zu porträtieren. Dabei werde ich insbesondere den Fokus auf die fantastischen Wellness-Möglichkeiten und das reiche kulturelle Erbe legen, die diese Stadt zu einem unverzichtbaren Bestandteil meiner Reiseroute machen.

  • Medizinischer Nutzen und digitale Realität

    Medizinischer Nutzen und digitale Realität


    Nach dem verlängerten Wochenende startete die Woche eher verhalten, da von den Hotels, bei denen ich mich am Montag vorgestellt hatte, bisher keine Resonanz kam. Umso spannender war dafür mein Termin mit der Chefärztin des Hotels Europa FIT. Die gesamte Bäderabteilung dort macht einen äußerst professionellen Eindruck, überall sieht man Kurgäste in Bademänteln herumschwirren, was dem Haus eine ganz eigene Dynamik verleiht.

    Im Gespräch betonte die Ärztin die enorme Bedeutung von Hévíz für den Bewegungsapparat, insbesondere bei Arthrose. Ihr Ansatz ist sehr direkt: Sie muss den Kunden bei der etwa 15-minütigen Untersuchung spüren, um die richtige Behandlung zu empfehlen, die in vielen Fällen schnell zur Besserung führt. Idealerweise sollte die Kur alle zwei Jahre wiederholt werden. Interessant war ihre Beobachtung zu den Gästen: Während viele Deutsche kommen, deren Krankenkassen jedoch nur alle vier Jahre zahlen, reisen die Schweizer meist als Selbstzahler an. Das Angebot im Europa FIT ist wirklich eindrücklich, wobei der Hevizer Heilsee fest in das Programm integriert ist.

    Wenig später folgte ein Besuch bei der Tourismusinformation, der leider etwas ernüchternd verlief. Die Unterkünfte werden dort primär über das Portal Szallas vermittelt, eigene Listen werden nicht mehr geführt. Das Marketing beschränkt sich auf Google und soziale Medien, allerdings ohne große Budgets. Für meine Arbeit gab es dort leider kaum Interesse.

    Den Nachmittag habe ich schließlich genutzt, um mich intensiv um meine Musik zu kümmern, die in den letzten Tagen definitiv zu kurz gekommen ist. Es war ein guter Ausgleich, bevor es morgen weiter in Richtung Albena geht.

  • Im Thermalsee und fernöstliche Entspannung

    Im Thermalsee und fernöstliche Entspannung

    Heute durfte ich wieder einmal erleben, warum Hévíz ein so einzigartiger Ort für Körper und Seele ist. Es ist diese ganz besondere Kombination aus traditioneller Bäderkur und ergänzenden Wellness-Angeboten, die den Aufenthalt hier so wertvoll macht.

    Das Erlebnis Thermalsee

    Der Besuch des Thermalsees ist und bleibt das Herzstück jeder Reise hierher. Es ist ein faszinierendes Gefühl, in diesem weltweit größten natürlichen Thermalsee zu baden. Das warme, mineralstoffreiche Wasser trägt einen fast von selbst. Überall sieht man das typische Bild der heutigen Zeit: Die bunten Schwimmnudeln, auf denen sich die Badenden gemächlich treiben lassen. Meine Unterkunft stellt die Schwimmnudeln kostenlos zur Verfügung.

    Ich muss schmunzeln, als ich an alte Fotos von Hévíz denke – früher waren es die großen schwarzen Gummireifen, die das Bild prägten, heute ist es ein Meer aus farbigen Nudeln. Diese Form des „Treibens“ ist pure Entschonung. Zwischen den Badegängen lädt die weitläufige Liegewiese zum Ausruhen ein. Die Liegen stehen kostenlos zur Verfügung, zuhause im Freibad wäre eine Leihgebühr von CHF 5,- fällig.

    Die Atmosphäre am Seebad, zu dem auch ein gemütliches Restaurant mit Terrasse gehört, ist einfach entspannt. Nicht umsonst inkludieren renommierte Häuser wie die St. Andreas Klinik oder das Hotel Spa Hévíz den Eintritt in ihr Angebot – es ist die Basis jeder Genesung hier.

    Ergänzung zur Kur: Thai-Massage

    Passend zu meinem Artikel auf Ungarn.reisen/thaimassage habe ich mir heute selbst einen Besuch in einem lokalen Thai-Massage-Salon gegönnt. In Hévíz gibt es mittlerweile viele dieser Salons, und ich kann nun aus eigener Erfahrung sagen: Es ist die ideale Ergänzung zum Thermalbad.

    Der Salon, den ich besuchte, strahlte sofort eine tiefe Ruhe aus. Die Professionalität ist beeindruckend – die Masseurinnen, wie etwa Miss Aemluedee Suwanasri, sind hochqualifiziert und bringen ihr Wissen direkt aus Thailand mit (oft mit Zertifikaten der Thai Traditional Medicine Society). Die Massage hat meine Muskulatur nach dem Baden wunderbar gelockert und die Gelenke mobilisiert.

    Mein Fazit für heute: Wer nach Hévíz kommt, sollte nicht nur das heilende Wasser genießen, sondern auch offen für diese wertvollen Ergänzungen sein. Das Zusammenspiel aus der Wärme des Sees und der gezielten Druckpunktmassage der Thai-Tradition lässt einen den Alltag komplett vergessen.

    Ein rundum gelungener Tag im Zeichen der Gesundheit!

  • Ausflug zum Plattensee nach Keszhelty

    Ausflug zum Plattensee nach Keszhelty


    Der Tag begann heute mit einem Gespräch mit der Managerin vom Club Unicum. Ich sollte doch Kunden bringen, gegen eine Vermittlungsprovision. Mein Fokus bei Heviz.ch liegt ganz klar auf den Badekuren. Doch es wäre doch eine Chance meine Reisen besser zu finanzieren. 

    Wir haben einen spannenden Anknüpfungspunkt gefunden: Der Club kann Badekuren in Zusammenarbeit mit dem renommierten Sanatorium St. Andreas direkt am Thermalsee vermitteln. Dabei wurde mir wieder einmal bewusst, dass ein Appartement gegenüber einem Hotel klare Vorzüge hat, da es einfach grosszügiger und privater ist. Um unsere Zusammenarbeit zu festigen, habe ich meine Arbeit vorgestellt und vorgeschlagen, einen Gutschein online zu stellen.

    Nach den geschäftlichen Gesprächen zog es mich Richtung Plattensee, denn Keszthely ist ja nur einen Katzensprung entfernt. In Hévíz selbst fielen mir noch das grosszügige Postamt, das gepflegte Rathaus  und das neue Hotel Primore direkt bei der Bushaltestelle auf. Das Hotel ist neu und sehr gediegen Haus mit einer ausgesprochen charmanten Gästebetreuerin. 

    In Keszthely angekommen, bin ich durch die gepflegten Parks bis vor an den Balaton spaziert. Auf dem Rückweg besuchte ich das prachtvolle Schloss Festetics und das Balaton-Museum.




    Zum Abendessen gab es heute eine Fertigpizza – auf die typisch ungarische Art belegt, einfach hervorragend. Jetzt sitze ich an der Website Ungarnreisen und hänge meinen Gedanken nach. Ungarn verdient es, weitaus besser dargestellt zu werden. Was es wirklich braucht, ist ein starkes Engagement für den Tourismus direkt auf lokaler Ebene. Es bedingt Menschen vor Ort, die mit viel Herzblut die internationalen Auftritte unterstützen und fördern, damit die Schönheit dieser Region weltweit die Beachtung findet, die sie verdient.

  • Zwischen Zäunen, und dem Tag der Arbeit

    Zwischen Zäunen, und dem Tag der Arbeit

    Am zweiten Tag führte mich mein Weg in Hévíz wieder direkt ins Zentrum. Mein Ziel war klar gesteckt: Ich wollte den berühmten Thermalsee erleben. Von meiner Unterkunft aus ist es nur ein gemütlicher Spaziergang von etwa 15 Minuten, doch vor Ort folgte die Ernüchterung – der See ist weiträumig eingezäunt.

    Wie ich lernte, gehört das Areal zum **Sanatorium St. Andreas**. Da ich als Journalist unterwegs bin, benötigt der offizielle Zugang eine Genehmigung, die jedoch frühestens am Montag erteilt werden kann. So blieb mir der direkte Blick auf das Wasser vorerst verwehrt. Den Thermalsee hebe ich mir also für später auf.

    Stattdessen flanierte ich durch den gepflegten Kurpark. Ein Glücksfall, denn dort kam ich mit einem Einheimischen ins Gespräch, der mir einen wertvollen Tipp gab: eine alternative Badestelle direkt am Bach, der vom Thermalsee abfliesst.

    Mein Weg führte mich vorbei am Campingplatz, der auffällig stark von Gästen aus der Slowakei und Tschechien geschätzt wird. 

    Kurze Zeit später erreichte ich den besagten Platz. Es ist wichtig zu wissen: Das Baden ist nur an genau dieser Stelle erlaubt. Man sollte sich auch nicht zu weit flussabwärts wagen – schon nach etwa 100 Metern gibt es wohl recht aggressive Fische, wurde mir berichtet.

    Die Szenerie dort weckte in mir sofort Heimatgefühle. Es erinnerte mich an mein Zuhause in Baden – ebenfalls eine Bäderstadt. Dort gibt es kostenlose Badebrunnen, die vor allem von den Einheimischen genutzt werden. Es ist diese schlichte, bodenständige Art, das Heilwasser zu geniessen, die eine Bäderstadt erst wirklich ausmacht.

    Auf dem Rückweg umrundete ich den See auf der anderen Seite. Schliesslich kehrte ich zur Stärkung in einer kleinen Kneipe ein: Ein kühles Bier und eine feine Käseschnitte waren genau der richtige Abschluss für diesen Erkundungsgang. 

    Mein bisheriger Eindruck: Wer eine gezielte Badekur sucht, wird wohl eher die spezialisierten Anwendungen in den Kurhotels oder direkt in der Klinik St. Andreas in Anspruch nehmen. Den Thermalsee selbst empfinde ich aktuell eher als ein Freizeitbad. Dennoch werde ich ihn definitiv noch besuchen, schließlich ist Hévíz genau dafür weltbekannt.

    Heute war zudem der 1. Mai, der Tag der Arbeit. Bei einer stillen Vesper habe ich meine Lieder gepflegt und etwas nachgedacht. Ein wenig vermisse ich die Feierlichkeiten zum 1. Mai, wie ich sie kenne. Es ist eigentlich eine gute Zeit, um über die Zukunft zu sprechen – und vor allem über das Engagement, das uns alle verbindet.


  • Mein Weg nach Hévíz: Auf der Suche nach Partnerschaften

    Mein Weg nach Hévíz: Auf der Suche nach Partnerschaften

    Hévíz habe ich dokumentiert, auch um gute Konditionen für meine Heilung zu erhalten. Mein Ziel ist es, endlich meinen Fersensporn, also die Kalkablagerungen an der Achillessehne, loszuwerden. Gleichzeitig habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, Hévíz in der Schweiz bekannter zu machen und Schweizer Gäste für diesen besonderen Ort zu begeistern. Wird es lsich lohnen?

    Die Vorbereitungen verliefen mit Hindernissen. Da ich aktiv Werbung für Hévíz in der Schweiz mache, hatte ich im Vorfeld auf ein Sponsoring gehofft, doch meine E-Mails blieben  unbeantwortet. Auch auf der ITB Berlin war die Resonanz gemischt. Die Vertreter vom Hotel Carbona erklärten, sie hätten bereits genügend Partner in der Schweiz, eine andere Vertreterin empfahl mit die Nachsaison. 



    Der Fokus in Hévíz ist aktuell stark auf den heimischen Markt, Österreich und immer noch Russland gerichtet, während die Schweizer Präsenz momentan eher im Hintergrund steht. Die grossen Busunternehmen und Reiseveranstalter fahren eher nach Italien. 

    Meine Reise begann entspannt mit dem Zug von Zürich nach Wien. Nach einem kurzen Fussweg zum internationalen Busbahnhof stieg ich in den Bus Richtung Hévíz um. Die Fahrt führte vorbei an weiten Feldern und über idyllische Landstrassen, mit einem kurzen Zwischenstopp im historischen Sopron. In Hévíz angekommen, machte ich mich auf dem Weg zur Tourismusinfo. Den ersten Euronet-Bankomaten habe ich aufgrund der hohen Gebühren gemieden, auch wenn man für die gemütlichen Restaurants natürlich gerne etwas Bargeld dabei hat.

    Im Tourinform-Büro, stellte ich mein Projekt vor und erhielt eine Hotelliste. Sie buchen über eine ungarische Hotelplattform, ich sollte die Gelegenheit nutzen und die Hotels direkt ansprechen. Die Suche nach einer passenden Unterkunft gestaltete sich schwierig, da Gespräche mit den Direktionen nicht zustande kamen. Ich habe Notizen hinterlegt, mich zurückzurufen, doch es ist nichts passiert.

    Doch in der Fussgängerzone wendete sich das Blatt, als ich die Betreiber des Club Unicum traf. Wir wurden uns schnell einig, und dort bin ich nun untergebracht. Wenn Sie auf das Bild klicken, kommen Sie auf meine Website Reisecoupons mit einem interessanten Angebot.

    Trotz der kühlen Temperaturen nutze ich die Zeit intensiv für Erkundungen. Ich besuchte das örtliche Museum mit seinem wöchentlichen Café und genoss eine heisse Schokolade in einer der Bäckereien. Ein gutes Gespräch führte ich zudem mit der Managerin vom Hotel Europe Fit, die ich bereits von der ITB kannte. 

    Wir berieten darüber, wie eine Zusammenarbeit aussehen könnte, und vereinbarten für Montag einen Termin mit der Chefärztin, die mir mehr über die medizinischen Heilungserfolge berichten wird.

    Einen Blick habe ich auch in das Naturmed Hotel Carbona geworfen. Meine Vermutung keine Schweizer Gäste hat sich auch dort bestätigt. Sie kommen primär aus Ungarn selbst. Im Hotel werden sie mit einem Begrüssungscocktail empfangen, bleiben jedoch nur für ein verlängertes Wochenende. 

    Besonders auffallend ist in der ganzen Stadt das grosse Angebot an Thai-Massagen. Dies liegt an einer besonderen Zusammenarbeit zwischen Ungarn und Thailand, die es ermöglicht, diese traditionelle Heilkunst hier auf hohem Niveau anzubieten. Es ist eine interessante Ergänzung zu den klassischen Hévízer Kuranwendungen. Insgesamt ist es momentan sehr ruhig und etwas kühl in der Stadt, was aber eine ganz eigene, friedliche Atmosphäre schafft.