Kategorie: Tipp

  • Nach Hévíz zur Nachsaison

    Nach Hévíz zur Nachsaison

    Eigentlich beabsichtigte ich, diesen Sommer voll durchzustarten, doch mein Versuch, einen der begehrten Spezialpreise für eine Langzeitkur zu ergattern, ist vorerst gescheitert. Wer Hévíz kennt, weiss um die Zeit, die eine echte Heilkur benötigt. Unter drei Wochen ist meistens nichts machbar. Denn der Körper benötigt diese Spanne, um überhaupt erst in den biologischen „Heilmodus“ umzuschalten und die regenerativen Prozesse des Thermalwassers nachhaltig zu verarbeiten.

    Mein Plan B: Албена (bulgarisch)/Albena & der Hévíz-Stopover

    Da diesmal weder das Budget noch die Zeitplanung für die gesamten Distanz ausreichten, weiche ich für die Hauptkur nach Albena (Bulgarien)aus. Doch Ungarn bleibt unverzichtbar. Daher ich werde den Thermalsee im Spätherbst/Winter besuchen. Alsdann, wenn der Dampf über dem See eine magische Atmosphäre erzeugt und die Preise (hoffentlich) wieder bodenständiger ausfallen.

    Ein kurzer Besuch in Hévíz, kombiniert mit einem Abstecher in das pulsierende Budapest, ist demnach fest eingeplant. Ein solcher Stopover sollten sich Zugreisende unbedingt einräumen. Denn sonst wird die Fahrt nach Albena einfach zu anstrengen.

    Die Frage nach der Zukunft: ungarn.reisen

    Häufig stelle ich mir die Frage nach der Zukunft der ungarischen Reisebranche. Während die dortige Infrastruktur ein exzellentes Niveau aufweist, erscheint die Vermarktung bisweilen etwas unflexibel. Das rächt sich beispielsweise in der Schweiz und zeigt sich im Vergleich zur üblichen Vermarktung in der Schweiz: Kaum spezialisierte Vermittler für Ungarn existieren in der Schweiz, und für den ungarischen Gesundheitstourismus findet sich faktisch kein einziger Anbieter.

    Es klafft ein massives Informationsdefizit. Weshalb das Engagement und das Interesse diesbezüglich so gering sind, bleibt mir schleierhaft. Dabei hätten wir in der Schweiz durchaus Bedarf an bezahlbaren und hochprofessionellen Kuren.

    Hévíz bleibt für mich ein Sehnsuchtsort. Doch nur in dem Rahmen, den ich selbst abstecke: Entspannt in der Nebensaison und ohne den Trubel der Sommermonate.


    Ergebnis meiner Recherche

    In der Schweiz bestehen zwei Anbieter, die nach Hévíz fahren: Die WEFA-Tours AG oder Rheintal Touristik. Diese bieten Busanreisen  oder Flüge nach Hévíz, und manchmal sind in der Nebensaison «3 Wochen zum Preis von 2»-Aktionen im Programm.

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  • Schwimmhilfen im Hévízer Thermalsee

    Schwimmhilfen im Hévízer Thermalsee

    Wer den majestätischen Thermalsee in Hévíz zum ersten Mal besucht, bemerkt sehr bald ein buntes Bild: Hunderte von Menschen treiben entspannt im dampfenden Wasser, fast alle mit einer bestimmten Schwimmhilfe.

    Das hat nichts mit mangelnden Schwimmkenntnissen zu tun, sondern ist ein Schlüssel zum therapeutischen Erfolg. Da der See an den meisten Stellen zwischen zwei und 38 Meter tief ist, spielt die richtige Ausrüstung eine entscheidende Rolle für Ihre Erholung und Gesundheit.

    Weshalb ist eine Schwimmhilfe in Hévíz so wichtig?

    Das Heilwasser von Hévíz entfaltet seine Wirkung am leichtesten, indem der Körper vertikal im Wasser schwebt. In dieser Position bewirkt der hydrostatische Druck in Kombination mit der Wärme eine sanfte Dehnung der Wirbelsäule und entlastet die Gelenke. Ohne Hilfe müssten Sie sich ständig durch Schwimmbewegungen über Wasser halten. Das würde die Muskulatur anspannen, was genau das Gegenteil von dem bewirkt, was man bei einer Kur erreichen möchte.

    Ich habe mit dem Bademeister vom Schwimmbad Baden über Alternativen gesprochen:

    Während ein Gummireifen das Symbol von Hévíz darstellt, greifen immer mehr Besucher zur Schwimmnudel. Sie ist besonders flexibel: Man kann sie sich unter die Arme klemmen oder in den Nacken legen, was sie auf vielseitige Nutzung ausrichtet. Besonders, wenn man sie zwischendurch für gezielte Aquafit-Übungen nutzen möchte.

    Für Gäste, die sich im tiefen Wasser unsicher fühlen oder eine äusserst aufrechte Haltung für die Wirbelsäule benötigen, sind Aquafit-Westen oder Auftriebsgürtel die beste Wahl. Sie verrutschen nicht und garantieren, dass der Oberkörper stabil über Wasser bleibt, ohne sich mit den Händen festhalten zu müssen.


    Ausleihen oder Kaufen?

    Sie müssen keine eigene Ausrüstung im Koffer mitbringen. Direkt im Seebad gibt es einen unkomplizierten Verleih-Service. Er ist mit 700 HUF (ca. CHF 2,-) recht günstig. 

    Alternativ dazu finden Sie in den zahlreichen Geschäften rund um den Haupteingang und in der Innenstadt von Hévíz eine riesige Auswahl an Reifen, Nudeln und Westen in allen Farben zum Kauf (oft zwischen 2.000 und 4.500 HUF).

    Pro-Tipp: Achten Sie beim Kauf oder Verleih auf die richtige Größe. Eine Schwimmhilfe sollte eng genug sitzen, sodass Sie nicht hindurchrutschen, wenn Sie die Arme anheben, aber weit genug, um entspannt zu atmen.

    Ein kleiner Knigge für das „Schwebe-Bad“

    1. Entspannung pur: Lassen Sie die Beine einfach hängen. Die sanfte Strömung des Sees massiert Ihr Hautgewebe ganz von allein.
    2. Zeit im Blick: Aufgrund der starken Heilwirkung des Wassers wird empfohlen, nicht länger als 20–30 Minuten am Stück im See zu bleiben.
    3. Sicherheit: Da der See sehr tief ist, vermitteln die Schwimmhilfen auch erfahrenen Schwimmern die nötige Sicherheit, falls im warmen Wasser einmal der Kreislauf schwächeln sollte.

    Unabhängig davon, ob Reifen, Nudel oder Weste: Das Gefühl, schwerelos im warmen Heilwasser zu treiben, während um einen herum die berühmten Lotusblumen blühen, ist ein Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst.

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