Nach dem verlängerten Wochenende startete die Woche eher verhalten, da von den Hotels, bei denen ich mich am Montag vorgestellt hatte, bisher keine Resonanz kam. Umso spannender war dafür mein Termin mit der Chefärztin des Hotels Europa FIT. Die gesamte Bäderabteilung dort macht einen äußerst professionellen Eindruck, überall sieht man Kurgäste in Bademänteln herumschwirren, was dem Haus eine ganz eigene Dynamik verleiht.

Im Gespräch betonte die Ärztin die enorme Bedeutung von Hévíz für den Bewegungsapparat, insbesondere bei Arthrose. Ihr Ansatz ist sehr direkt: Sie muss den Kunden bei der etwa 15-minütigen Untersuchung spüren, um die richtige Behandlung zu empfehlen, die in vielen Fällen schnell zur Besserung führt. Idealerweise sollte die Kur alle zwei Jahre wiederholt werden. Interessant war ihre Beobachtung zu den Gästen: Während viele Deutsche kommen, deren Krankenkassen jedoch nur alle vier Jahre zahlen, reisen die Schweizer meist als Selbstzahler an. Das Angebot im Europa FIT ist wirklich eindrücklich, wobei der Hevizer Heilsee fest in das Programm integriert ist.
Wenig später folgte ein Besuch bei der Tourismusinformation, der leider etwas ernüchternd verlief. Die Unterkünfte werden dort primär über das Portal Szallas vermittelt, eigene Listen werden nicht mehr geführt. Das Marketing beschränkt sich auf Google und soziale Medien, allerdings ohne große Budgets. Für meine Arbeit gab es dort leider kaum Interesse.
Den Nachmittag habe ich schließlich genutzt, um mich intensiv um meine Musik zu kümmern, die in den letzten Tagen definitiv zu kurz gekommen ist. Es war ein guter Ausgleich, bevor es morgen weiter in Richtung Albena geht.


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